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Strecke Frankfurt - Würzburg |
Gegebenenfalls Neubau des
Abschnitts Frankfurt - Aschaffenburg (35 km) in Bündelung zur Autobahn A 3 und
Ausbau des Abschnitts Aschaffenburg - Nantenbach (- Würzburg) in Anlehnung an
die bestehende Trasse [u.a. Bau von 2 Tunneln à 7 und 10 Km Länge]. Ggf. auch
teilweiser Neubau des Abschnitts Aschaffenburg - Würzburg [40 km] mit weiterer
Fahrzeit- und Streckenverkürzung.
Dadurch
·
Verkürzung der Fahrzeit zwischen Frankfurt und
Süddeutschland (Bayern) um ca. 20 min von heute (Frankfurt - Würzburg) 1 h 10
min auf zukünftig ca. 50 min
·
Verkürzung der Entfernung zwischen Frankfurt und
Süddeutschland (Bayern) um ca. 13 km von heute 125 km auf zukünftig ca. 112 km
·
Erhöhung der Strecken- und Netzkapazität östlich von
Frankfurt
·
Umfahrung eines Steilstreckenabschnittes im Spessart für den
Güterverkehr
Die
Strecke Frankfurt - Würzburg verbindet Bayern mit dem Rhein-/Maingebiet und dem
Rheinland/Ruhrgebiet. Im europäischen Maßstab ist sie Bindeglied zwischen
Südosteuropa und Mittel- bzw. Westeuropa. Im Fernverkehr wird sie zur Zeit im
wesentlichen von Zügen der Relationen
·
München - Nürnberg - Würzburg - Frankfurt - Köln -
Düsseldorf - Essen - Dortmund und
·
Wien - Passau - Regensburg - Nürnberg - Würzburg - Frankfurt
- Köln genutzt.
Obwohl auf
einem Teilabschnitt die Neubaustrecke Hannover - Würzburg bereits mitbenutzt
werden kann, beträgt die Fahrzeit für die 124 km lange Verbindung Frankfurt -
Würzburg z. Zt. nur wenig attraktive 70 min, was einer
Durchschnittsgeschwindigkeit von 106 km/h entspricht.
Die eigenständige
Trassierung des skizzierten Neubauabschnitts könnte etwa im Bahnhof
Frankfurt-Louisa (km 3,5 ab Frankfurt-Hbf) beginnen. Nach Abschwenken in
südöstliche Richtung würde die Strecke zunächst über ca. 2 km entlang einer
Stadtbahnstrecke verlaufen. Anschließend würde die Strecke über ca. 35 km der
Autobahn A 3 folgen, um kurz nach der AS Aschaffenburg-West wieder die
Altstrecke zu erreichen. Ab Aschaffenburg könnte ein Ausbau der bestehenden
Strecke bis zur Verbindungskurve Nantenbach mit Neubau von 2 Tunneln zwischen
Laufach und Neuhütten (ca. 7 km) und Neuhütten und Lohr (ca. 10 km) für
Fahrgeschwindigkeiten von bis zu 200 km/h erfolgen.
Skizze

Die farbigen Linien stellen die Planungen des
BVWP 92 dar; die eingezeichnete gestrichelte Linie die Alternativplanung Zeichenerklärung
Karten
BVWP
2003 [BMVBW]
NBS/ABS Hanau - Würzburg / Fulda - Erfurt
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Strecke Nürnberg - Würzburg |
Wie im
Bundesverkehrswegeplan 92 vorgesehen Bau eines Neubaustreckenabschnitts
zwischen Iphofen - Würzburg [9 min Fahrzeitgewinn]. Darüber hinaus könnte im
Rahmen einer S-Bahn Nürnberg - Neustadt/A. gegebenenfalls auch der Bau eines
Neubaustreckenabschnitts zwischen Fürth und Neustadt/A. sinnvoll sein. Neben
einer weiteren Fahrzeitverkürzung von ca. 6 min im Fernverkehr wäre dadurch
eine Trennung von Regional-/Güter- einerseits und Fernverkehr andererseits auch
zwischen Fürth und Neustadt/A. möglich, was u.a. einer Erweiterung des
Nürnberger S-Bahn-Systems in Richtung Siegelsdorf - Emskirchen - Neustadt/A.
zugute kommen könnte.
Zusammen
würden diese beiden Neubaustreckenabschnitte einen Fahrzeitgewinn von ca. 15
min ermöglichen, was immerhin fast der Hälfte des durch Bau der ABS/NBS
Nürnberg - Ingolstadt - München erreichten Fahrzeitgewinns entsprechen würde.
[Da Neustadt/A. - Iphofen bereits für Tempo 200 ausgebaut worden ist, wäre dann
zwischen Fürth und Würzburg durchgehend eine Fahrgeschwindigkeit von 200 - 250
km/h möglich.]
Die
Bedeutung der Strecke Nürnberg - Würzburg hat durch die Fertigstellung der
ABS/NBS München - Nürnberg stark zugenommen, da eine Abwicklung fast des
gesamten IC-/ICE-Verkehrs München - Würzburg - Norddeutschland über diese
Strecke erfolgt. Hinzu kommen die IC-/ICE-Züge der Relation (Wien -) Regensburg
- Nürnberg - Würzburg - Frankfurt - Köln - Ruhrgebiet.
Skizze

Karte: 1
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Strecke (Dortmund) - Hamm - Paderborn - Kassel (-
München/Dresden) |
Ausbau der
Strecke für Fahrgeschwindigkeiten von bis zu 200...230 km/h.
Darüber
hinaus ggf. Bau von zwei Neubaustreckenabschnitten für vmax. = 230 km/h:
1. Paderborn
- Neuenheerse (13 km Länge); Verkürzung der Streckenlänge um 11 km (= 45 %); von heute 24 km auf
zukünftig 13 km. Ca. 8 min Fahrzeitgewinn.
(6 min für Neigetechnikzüge.)
2. Warburg -
Kassel (26 km Länge); Verkürzung der Streckenlänge um 17 km (= 40 %); von heute 43 km auf
zukünftig 26 km. Ca. 15 min
Fahrzeitgewinn. (11 min für Neigetechnikzüge.)
Insgesamt
ca. 30 km Strecken- und bis zu ca. 60 min Fahrzeitverkürzung. [Fahrzeit
Dortmund - Kassel = zukünftig ca. 1 h 20 min statt 2 h 20 min heute].
Skizze

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Strecke Bebra - Erfurt |
Gegebenenfalls
Ausbau der bestehenden Strecke Bebra - Erfurt für Fahrgeschwindigkeiten von bis
zu 230 km/h einschließlich abschnittsweiser Linienverbesserungen /
Neutrassierungen.
Dadurch
Verkürzung der Fahrzeit um weitere 10 min.
Die
Strecke Bebra - Erfurt verbindet sowohl das Ruhrgebiet / Rheinland als auch das
Rhein-/Maingebiet / Südwestdeutschland mit den fünf neuen Bundesländern.
Nach
Fertigstellung der ABS/NBS Berlin - Halle/Leipzig - Erfurt dürfte sie auch ein
größeren Teil des ICE-Verkehrs Südwestdeutschland (Frankfurt) -
Berlin/Brandenburg aufnehmen (der zur Zeit noch hauptsächlich über die
Neubaustrecken Hannover - Würzburg und Berlin - Hannover abgewickelt wird), da
die Verbindung über Erfurt-Halle dann mindestens ebenso schnell wie die über
Göttingen-Wolfsburg sein wird. (Bei deutlich kürzerer Fahrstrecke.)
Damit dürfte
die Strecke Bebra - Erfurt zukünftig die vermutlich wichtigste
Verbindungsstrecke zwischen den alten und den neuen Bundesländern sein. Zur
Zeit wird sie im Fernverkehr von Zügen der Relationen
·
Saarbrücken - Mannheim - Frankfurt - Fulda - Eisenach - Erfurt
- Leipzig - Dresden,
·
Frankfurt - Fulda - Eisenach - Erfurt - Halle - Berlin -
Stralsund und
·
Düsseldorf - Essen - Dortmund - Hamm - Kassel - Bebra -
Erfurt - Jena - Gera - Chemnitz genutzt.
Nach
Ausbau der Verbindung für Fahrgeschwindigkeiten von bis zu 160 km/h (VDE Nr. 7)
beträgt die Fahrzeit für die gut 100 km lange Verbindung ca. 45 - 50 min, was
einer Durchschnittsgeschwindigkeit von ca. 125 km/h entspricht.
Als 2.
Baustufe könnte ein Ausbau der Strecke für Fahrgeschwindigkeiten von bis zu
200...230 km/h erfolgen. Der Abschnitt Eisenach - Neudietendorf ist
trassierungstechnisch bereits für 200 km/h vorbereitet, so dass hier nach
Realisierung der entsprechenden Zusatzmaßnahmen (Beseitigung von
Bahnübergängen, Einbau der entsprechenden Signaltechnik etc.) diese
Geschwindigkeit auch gefahren werden könnte. Im Abschnitt Bebra - Eisenach
wären zur Erreichung dieser Geschwindigkeit Linienverbesserungen sowie kürzere
Neutrassierungen (etwa "Durchstiche" bei Bebra, Neustädt und
Hörschel, Nordumfahrung Hönebach einschließlich neuer Tunnelröhre) notwendig.
Der erreichbare Fahrzeitgewinn liegt bei insgesamt ca. 8 - 10 min.
Skizze

Tabelle
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|
heute |
zukünftig |
Verkürzung |
|
Fahrzeit
Bebra - Erfurt |
47 min |
37 min |
10 min
(21 %) |
|
Entfernung
Bebra - Erfurt |
101 km |
98 km |
3 km (3 %) |
Karte: 1
BVWP
2003 [BMVBW]
NBS/ABS Hanau - Würzburg / Fulda - Erfurt
|
Rhein-Ruhr, denkbare zusätzliche Infrastruktur
(nicht vordringlich) |
1. Strecke
Köln - Düsseldorf - Duisburg - Essen - Bochum - Dortmund
1. Denkbar wäre
hier ggf. der Bau eines ca. 20 km langen Neubaustreckenabschnitts zwischen
Köln-Chorweiler und Langenfeld (- Düsseldorf) bzw. Solingen-Oligs (-
Wuppertal). Dadurch
·
Beibehaltung von Köln-Hbf als zentralen Kölner Bahnhof (kein
neuer ICE-Durchgangsbahnhof in Köln-Deutz (tief) erforderlich)
·
Entfall der nach Inbetriebnahme der NBS Köln - Rhein/Main
ansonsten (teilweise) erforderlichen Richtungswechsel bzw. Umwegefahrten in
Köln
·
Steigerung der Strecken- bzw. Netzkapazität im Raum Köln
·
Verkürzung von Fahrzeiten im Raum Köln
·
Verminderung der Verspätungshäufigkeit im Raum Köln.
2. Ausbau der
Strecke Duisburg - Essen - Bochum - Dortmund für Fahrgeschwindigkeiten von bis
zu 200...230 km/h.
3. Auf der
Gesamtstrecke Ausbau von Bahnhofsein-, aus- und -durchfahrten für höhere
Fahrgeschwindigkeiten, insbes. in Mühlheim.
1. - 3.:
Insgesamt bis zu ca. 10 min Fahrzeitgewinn.
Im
Nahverkehr zur Verbesserung des Angebots Einsatz von Zügen mit einer
Höchstgeschwindigkeit von bis zu 230 km/h und einer spez. Antriebsleistung von 20
- 30 kW/t. [Der eigentliche „Rhein-Ruhr-Express“.]
Der Bau
eines Neubaustreckenabschnitts Köln - Langenfeld könnte ggf. in Bündelung mit
der geplanten Verlängerung der Autobahn A 542 erfolgen.
Skizze

Die
farbigen Linien stellen die Planungen des BVWP 92 dar; die eingezeichnete
gestrichelte Linie die Alternativplanung
Karte: 1
2. Strecke
Hagen - Dortmund (- Hamm/Münster)
Denkbar
wäre hier ggf. der Bau eines ca. 12 km langen Neubaustreckenabschnitts (Tunnel)
zwischen Hagen und Dortmund. Dadurch
·
Verkürzung der Fahrzeit Hagen - Dortmund um ca. 8
- 10 min (von heute 19 min auf zukünftig ca. 10 min; Verk. um ca. 50 %!)
·
Verkürzung der Streckenlänge Hagen -
Dortmund um ca. 12 km (von heute 31 km
auf zukünftig ca. 19 km; Verk. um ca. 40 %!).
Führung auch der ICE-Züge der
Linie Berlin - Hannover - Hamm - Hagen - Wuppertal - Köln über Dortmund
(Flügelung der ICE 2-Züge in Dortmund).
Insgesamt
(zusammen mit 1) ca. 5 - 10 min Fahrzeitgewinn i. Vgl. zu heute bei Fahrt über
Unna-Schwerte.
Die
Entfernung Hagen - Hamm wäre über Dortmund nur unwesentlich länger als heute
über Unna (ca. 50 km statt heute 48 km).
Skizze

Karte: 1
3. Strecke
Dortmund - Münster - Osnabrück - Bremen - Hamburg
1.
Denkbar wäre hier der Bau eines ca. 30 km langen Neubauabschnitts
für Fahrgeschwindigkeiten von bis zu 250...300 km/h in Bündelung mit der
Autobahn A 1 zwischen Dortmund bzw. Kamen und Münster sowie ggf. ein
4-gleisiger Ausbau Dortmund - Hamm. Dadurch
·
Beseitigung der Kapazitätsengpässe bzw. Trassenkonflikte
zwischen Nah- und Fernverkehr auf der Strecke Dortmund - Münster (z.Zt nur
eingleisig ausgebaut)
·
Verkürzung der Fahrzeit Dortmund - Münster um ca. 8 - 10
min. (Verkürzung der Fahrzeit von heute 29 min auf zukünftig ca. 20 min = Verk.
um ca. 30 %.)
Statt
dieses Projektes ist ein zweigleisiger Ausbau der bestehenden Strecke (Dortmund
-) Lünen - Münster für vmax. = 200 km/h wie im BVWP ´03 vorgesehen ebenfalls
eine akzeptable Lösung.
2.
Ggf. Bau eines 16 km langen Neubaustreckenabschnitts nördl. von
Osnabrück und Auflassen der Altstrecke. Ca. 5 km Streckenverkürzung. Ca. 4 min
Fahrzeitgewinn.
3.
Ggf. Ausbau bzw. Anpassung der Gesamtstrecke Münster -
Osnabrück - Bremen - Hamburg für Fahrgeschwindigkeiten von bis zu 230 km/h. Ca.
6 min Fahrzeitgewinn i. Vgl. zu vmax. = 200 km/h.
1 - 3.: Ca. 20 min Fahrzeitgewinn.
Skizze

Karten: 1 2 3 4 5 | 1-4 als Panorama
Tabelle
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heute |
zukünftig |
Verkürzung |
|
Fahrzeit
Köln - Dortmund |
1 h 10
min |
1 h 00
min |
10 min
(14 %) |
|
Fahrzeit
Köln - Hamm |
1 h 15
min |
1 h 05
min |
10 min
(13 %) |
|
Fahrzeit
Köln - Münster |
1 h 40
min |
1 h 20
min |
20 min
(25 %) |
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